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Meine Frage war:
Der Heilige Abend, als du 10
warst, wie war das damals ?
Heute beantwortet
Gerlinde H.
die Fragen.
1. Wer hat den Baum gekauft ?
Den Baum besorgte Vater
2. Wer hat den Baum geschmückt ?
Er wurde auch von Vater allein
geschmückt
3. Durftest du dabei sein ?
Nein, damals durfte niemand dabei
sein.
4. Musstet Du raus
aus dem Zimmer ... wenn ja, wie hast du die Wartezeit verbracht ?
Solange wir im Erzgebirge wohnten
(bis 1967),
ging es nach Krippenspiel und Abendessen bald ins Bett.
Es gab den Christbaum erst früh - also während wir in den Betten lagen,
haben die Eltern aus der Küche eine Weihnachtsstube gezaubert!
Wir waren Frühaufsteher - darum gings zeitig ins Bett und um 5 Uhr begann der Tag.
Und wenn wir am ersten Weihnachtstag aufstanden,
hatte das Christkind Baum und Geschenke gebracht.
Als ich 12 oder 13 war, durfte ich im Bett lesen - aber runter in die Küche zu
gehen,
wäre mir in dieser Nacht nie in den Sinn gekommen!
5. Wurde gesungen ?
Gesungen und musiziert wurde bei
uns sowieso sehr viel,
die Lieder gehörten zum Tagesablauf, nicht nur in der Advents- und
Weihnachtszeit.
Aber an den Abenden der Advents- und Weihnachtszeit wurde besonders viel
gesungen.
6. Ging man in die Kirche ?
Ja, immer – Heilig Abend zur
Vesper, meist mit Krippenspiel, und ebenfalls am 1. und 2. Feiertag
7. Gab es ein gemeinsames Essen ?
8. Wer war alles da ?
Immer am Heiligen Abend waren der
Großvater und die im Haus wohnende Großtante
mit zum Essen bei uns (uns – das sind Vater, Mutter und drei Kinder).
Wenn es irgend möglich war, kam auch die Großmutter (Muttis Mutter) gern in
dieser Zeit zu uns.
9. Was wurde nach der Bescherung gemacht ?
Nach der Bescherung am 1. Feiertag
wurde gefrühstückt,
je nach Uhrzeit und Alter durften wir noch ein bißl spielen,
dann ging es zum gemeinsamen Gottesdienst.
Manchmal kamen nach dem Gottesdienst (meist allein lebende) Freunde der Eltern
mit zu uns.
Meine Eltern hatten ein sehr offenes Haus und ein großes Herz .
Es gab meistens nur kleine Geschenke für uns Kinder – aber sehr viel Freude und
Geborgenheit.
Im Dezember 1963 ist mein Großvater gestorben – dadurch hatten wir dann
ab 1964 eine Wohnstube und eine Küche.
Ab dem 4. Advent (oder kurz danach) war die Wohnstube für uns Kinder tabu
und wurde zur “Weihnachtsstube”, wo die Eltern in Ruhe alles vorbereiten
konnten.
Und es war Platz für noch mehr Gäste
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