Fotos:
1971markus, rbairdpccam
WW - WeihnachtsWissen
Das ist natürlich ...

... eine Weihnachtskrippe.
Das besondere dieser Krippe ist das
Heiligabend-Stroh
Mit Heiligabend-Stroh wird
hauptsächlich im Erzgebirge, im Vogtland,
in Teilen der Lausitz, Polen und Nord- und Südosteuropa
die weihnachtliche Stube oder der Platz unter dem Tannenbaum ausgelegt.
Der Brauch erinnert in vielen Gegenden traditionell an die Geburt des
Jesuskindes in einem Stall.
In einigen Regionen wird das Stroh in der Adventszeit zu langen Zöpfen
geflochten,
die anschließend zu einer Matte zusammengebunden werden.
Am Heiligabend wurden die Matten in der Wohnstube ausgelegt.
Im Erzgebirge verschwand der jahrhundertelange Brauch
mit der Einführung der Dreschmaschine in den 1920er Jahren
und wird heute vielfach lediglich symbolisch gepflegt.
Oft werden heute die Krippenfiguren in den Wohnstuben und Kirchen
auf einer Lage Stroh aufgestellt.
In einigen Gegenden des Erzgebirges legt man
das Stroh am Weihnachtsabend unter die Tischdecke.
Auch in der Lausitz wurden früher zum Heiligabend die Wohnstuben mit Stroh
ausgelegt.
In der folgenden Nacht schliefen alle Bewohner des Hauses auf dem Stroh,
um ihre gleichberechtigte Zusammengehörigkeit innerhalb der Familie zu bekunden.
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