Weihnachten früher und heute
Gerlinde aus Sachsen - Teil 3 (von 3)
Weihnachten Mitte der 80er bis 2000
In diesen Jahren sind wir bei guten Straßenverhältnissen
nachts gegen 2 Uhr aufgestanden, um im Heimatort des Mannes
zur Christmette am
1. Feiertag dabei zu sein.
5 Uhr Krippenspiel - 6:30 Uhr kleines Frühstück bei
der
Oma
und wenn alles klappte, sang man daheim zum Gottesdienst mit im Chor.
Weihnachten 2025
Wir sind "in die Jahre" gekommen, seit 28 Jahren Großeltern, seit 10 Jahren
Rentner
und nun feiern wir das zweite Weihnachten als Ur-Großeltern.
Der Sohn ist inzwischen der Hauswirt - und es lebt eine unsrer Töchter
mit ihrem
Sohn im Haus.
Drei Generationen, da ist man nicht immer einer Meinung.
Muss man
auch nicht!
Es gibt noch immer zwei Christvespern mit Krippenspiel am Heiligen Abend
in
unserer Kirche: 15 Uhr und 17 Uhr.
Das erste Spiel wird (in diesem Jahr) vom
Kirchenchor begleitet, das zweite vom Posaunenchor.
Für beide Krippenspiele gibt
es inzwischen hilfreiche Technik
und deshalb werden Sohn und Enkelsohn bei
beiden Krippenspielen dabei sein.
Wahrscheinlich sind wir Senioren im ersten
Spiel
und können dann
das Abendessen vorbereiten ... wie in all den Jahren:
Kartoffelsalat
und Wiener Würstchen (oder Bratwurst) und anschließend gibt es
sehr oft Schokopudding und Vanillesoße.
Der Familien-Kreis ist klein geworden - fünf Personen werden
in unsrer Stube um
den Tisch sitzen.
Wenn der Tisch abgeräumt ist, wird der Großvater in das
Wohnzimmer gehen
und die Kerzen anzünden ... und bald spielt die kleine Spieldose "Stille Nacht".
Seit vielen Jahren das Zeichen für die Familie, dass alle in die
Weihnachtsstube kommen dürfen.
Die Geschenke sind Kleinigkeiten, die der eine oder andere übers Jahr gehört
oder "aufgeschnappt" hat.
Oder es stehen Pakete oder Päckchen bereit von den Kindern,
die in NRW leben und keinen Urlaub haben.
Zwischen 20 und 21 Uhr melden sich oft
Kinder und Enkel,
wenn sie nicht gerade Dienst haben.
Die Weihnachtspost steht
meistens in der Nähe und man kann nochmal in aller Ruhe lesen,
wer was
geschrieben hat.
Es gibt leider keine Lieder mehr, wie damals, als die Kinder
noch
gern sangen und die Mutter noch bei Stimme war.
Es gibt eher ein Nachdenken über
die Abschiede des zu Ende gehenden Jahres
und diese Zahl wird von Jahr zu Jahr
größer.
Es gibt ein dankbares Nachdenken über mancherlei Bewahrung im Laufe des
Jahres.
Und sehr oft hören wir uns abends zu zweit das Weihnachtsoratorium an.
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