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1. April 2026



Das ist

Tramp Art

(auf deutsch übersetzt: Landstreicherkunst)

So nennt man einen Stil der Holzverarbeitung, der ab 1850
vorwiegend in den USA aufkam und bis in die 40er Jahre anhielt.

Das ist Kerbschnitzerei ... und in vielen Fällen die Wiederverwendung
von Zigarrenkisten (manchmal auch Transportkisten).
Das war billiges, leicht verfügbares Holz, das man mit einfachen Werkzeugen
wie einem Taschenmesser bearbeiten konnte.
Ein weiteres Merkmal ist die Schichtung von Materialien
in geometrischen Formen mit Hilfe von Leim und Nägeln.

Der Name Landstreicherkunst ist irreführend,
es waren meistens Bauern und Arbeiter, die diese Werke schufen.

Ab den 40er Jahren ging die Tramp Kunst zurück,
auch deswegen, weil mehr Zigaretten geraucht wurden
und es somit weniger Zigarrenkisten zum Verbasteln gab.

Es gab diese Kunstform nicht nur in den USA, sondern z.B. auch in Deutschland, Frankreich, Schweiz etc..

Geometrische Muster aus Kreisen, Recht- und Dreiecken waren am einfachsten zu schnitzen
und sind somit als Verzierung am häufigsten zu finden.

Hier noch zwei weitere Beispiele:






 



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