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Fotos: Assenmacher, Global
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Zwischen 1400 und 1430 wurde diese Kirche errichtet: ![]() Die Kirche lag damals an einer alten Salz- und Heringshandelsstraße. 1733 gab es einen Kirchturm und eine Balkendecke. Danach eine barocke Innenausstattung. Ursprünglich eine Fachwerkkirche, die später mit Mauerziegeln verkleidet wurde. Wenn man heute in die Kirche geht, dann fällt der Blick zuerst einmal an die Decke. ![]() Huch ... wie kam es ? Und ja, das soll genau so sein. Ich muss da mal weiter ausholen ... nach dem Krieg stand die Kirche in der DDR. 1959 besserte man etwas am Dach aus ... doch dem Grunde nach verfiel diese Kirche wie so viele Dorfkirchen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kirche liegt nun auch nicht mehr an einer Hauptstraße, die Verkehrswege haben sich geändert, das Gebäude liegt nun abseits. Die Kirche wurde nur noch wenig benutzt und in den 70er Jahren aufgegeben. Die Inneneinrichtung wird ausgelagert, die Holzdecke soll auch in einer anderen Kirche eingebaut werden. Eine Umnutzung konnte nicht realisiert werden. Das Gebäude verwahrlost und verfällt. Die evangelische Landeskirche sah sich ab 1970 nicht mehr in der Lage, Mittel für das nun abseits gelegene Kirchengebäude zur Verfügung zu stellen. 1982 wurde die Kirche als einsturzgefährdet eingestuft, in den 1980er Jahren wurde sie auch von der Kreisdenkmalliste gestrichen. Doch es gibt da ein paar Menschen mit viel Idealismus und Enthusiasmus, denen es gelingt, dass es eine erste Notsicherung des Gebäudes gibt und die Kirche vor dem endgültigen Verfall gerettet wird. Nach der Wende kam die Wende ... durch Fördergelder und Spenden konnten Sicherungsmaßnahmen an Turm, Fenstern, Dach, Fußboden und Mauerwerk durchgeführt werden. Seitdem gibt es behutsame Erhaltungs- und Erneuerungsarbeiten in kleinen Schritten. Zu danken ist der EU, der deutschen Denkmalstiftung und dem Verein Dorfkirchen in Not. Seit 1991 gastieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in der Kirche. Die heute eine Kultur- und Wegekirche ist. Inzwischen ist die Barockausstattung zurückgekehrt ... und nun zur Decke: die noch erhaltenen und verwertbaren Teile der bemalten Holzdecke konnten wieder eingebaut werden ... dabei wurde auf eine Ergänzung der fehlenden Teile ganz bewusst verzichtet ... die Decke soll also genau so aussehen wie auf dem Bild. Das was auf den ersten Blick wie Stock- und Moderflecken aussieht, ist Malerei: ![]() Was auf den ersten Blick kaputt aussieht, sind die Reste alter Kunst. Auch hier ... ![]() ... gibt es Malereifragmente. Und das ... ![]() ... ist ein gemaltes Weihekreuz und eingemauerte Fachwerkbalken. So sieht der Chor von innen aus: ![]() ![]() Wir sind auf der Insel Rügen ... das ist die evangelische Dorfkirche Landow. Genau heute findet dort ein Pfingstgottesdienst statt und in den nächsten Wochen gibt es immer wieder Kultur ... hier der Veranstaltungsplan: ![]() Die Kirche ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Es gibt einen schönen Youtube-Film, in dem die Kirche vorgestellt wird: Beate sagt, das Video sollte man sich anschauen :). ![]() Willkommen in der Sonntagskirche von Seelenfarben :)). Deine Gedanken zur Kirche und zum Innenraum ? |