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![]() Vor über 460 Jahren, im Jahr 1560 hat der niederländische Maler "Pieter Bruegel der Ältere" das 118 x 161 cm große Bild "Kinderspiele" gemalt. Dargestellt sind 91 verschiedene Kinderspiele aus den Niederlanden des 16. Jahrhunderts. Heute befindet sich das Werk im Kunsthistorischen Museum in Wien. Zu sehen sind 168 Buben und 78 Mädchen und, je nach Interpretation, ein oder zwei Erwachsene: Obwohl Bruegel die Spiele seiner Zeit akribisch dokumentiert, ist das Bild von einer realistischen Darstellung weit entfernt: Sämtliche Spieler oder Spielergruppen sind voneinander isoliert. Es gibt auch weder von den Spielen ausgeschlossene Kinder noch untätige Zuschauer noch beaufsichtigende Erwachsene, von den erwähnten ein oder zwei Personen abgesehen. Spielgeräte sind: Kreisel, Steckenpferde, Puppen, Windräder; umfunktionierte Gegenstände wie Fässer, Fassreifen, Knöchelchen oder Schweinsblasen. Es sind drei verschiedene Spieletypen dargestellt: Funktionsspiele wie Stelzengehen und Steckenpferd-Reiten, Regelspiele wie Tauziehen und Blinde Kuh, Rollenspiele wie der Brautzug in der Bildmitte und Rauschespiele (Drehen im Kreis). Das Bild lässt sich als volkskundliche Bestandsaufnahme lesen. Tatsächlich lassen sich die meisten Spiele bestimmen. Weitere Informationen zum Bild findet man in diesem Wikipedia-Artikel. |