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3. Oktober 2026

Urlaubserinnerungen, Teil 2

Kleine Auszeit in Südtirol.

Lieserl zeigt und schreibt:



Ein nächstes Mal gehts dann nach Oberbozen, wieder mit der Seilbahn,
mit Blick auf die Hauptstadt der Provinz Südtirols: Bozen.
In Oberbozen war bis in die Anfänge des vorigen Jahrhunderts die Sommerfrische der Stadt.
Da zogen die wohlhabenden Familien auf den Berg und verbrachten den Sommer in luftiger Höhe.
Dort oben findet man auch die typischen Sandpyramiden (ohne Foto, da bekannt).

(Anmerkung Engelbert: doch ein Foto ...



... da mir die Sandpyramiden nicht bekannt waren,
dachte ich, das geht anderen auch so und deswegen habe ich
ein Bild aus Wikipedia von diesen Erdpyramiden mit dazu genommen)



Ein Waalweg ist die Lebensader der Bauern entlang dieses Waals.
Es ist eine wassergeführte Rinne, das Wasser kommt aus dem Vinschgau
und wird dort abgeleitet in zwei Waalwege.
Einer davon ist der Marlinger Waalweg, den wir hier gegangen sind.
Ein Waalweg wird heute noch zur Bewässerung der Obstfelder darunter und darüber genutzt.
In jedem Abschnitt haben ein oder zwei Landwirte das Wasserrecht zu einer bestimmten Zeit.
Und dann kann es passieren, dass bei Regen die Obstbäume gegossen werden.
Weil das Wasser ja auch weg muss.



Manchmal überquert der Waal, geführt in einem Rohr, eine Schlucht, durch die ein Bach fließt.
Und dann gehts über eine Brücke und man hat einen traumhaften Weitblick.
Darum muss man stehen bleiben.



Ein herrlicher Blick auf Meran.
Links auf der Bergflanke steht Dorf Tirol, mit der Burg Tirols.
DER Aufenthaltsmagnet für Tagestouristen.
Dementsprechend laut, teuer, touristisch.
Weit im Hintergrund sind die Ötztaler Alpen.



Noch mal ein Blick zurück, auf diesem Berg im Hintergrund waren wir
vor ein paar Tagen mit der Seilbahn.
Übrigens, der Waal läuft in dem Abschnitt in einem Rohr innerhalb der Holzummantelung,
die im Sommer voller Brotzeitler ist.
Im Spätherbst sind wir alleine unterwegs.



Unter Trauben oder vorbei an Apfelbäumen führt dieser Waalweg.
Immer ziemlich eben dahin, etwa 5 km bis zu seinem Ende,
an dem er sich in einen natürlichen Bach ergießt.



Ein tiefer Blick auf mein geliebtes Meran, von einer Wanderung mit Seilbahnunterstützung.



Und dann sind wir schon in der Stadt, mit ihren Laubengassen und den schönen Geschäften und Cafes.



Von der Promenade hat man einen herrlichen Blick auf die reissende Passer,
die gleich nach Meran in die Etsch und dann in die Adria fließt.
Gegenüber sieht man das neue Thermenhotel
und dahinter ein altes mondänes Hotel aus der "guten alten Zeit".



Von der anderen Flusseite sieht man die Stadtpfarrkirche, das Kurhotel
und, etwas verdeckt, das Kurhaus, die Sommerpromenade.



Im Gegensatz zur Winterpromenade, auf der die Kurgäste wohlbehütet
unter Laubengängen wandeln konnten.
Unter anderem auch Sissi.

Das war heute "wandern, Teil 2" und "Ausblicke".

Morgen folgt Teil 3.
 



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