Pointillismus

ist, vereinfacht ausgedrückt:

kleine Farbtupfer in reiner Farbe.

Es wird also keine Farbe gemischt,
sondern "eine" Farbe gemalt,
aber in kleinen Tupfen, so dass man beim Betrachten
das Gefühl von normaler Farbigkeit hat.

Um 1900 herum hatte dieser Malstil seiner Blütezeit.

Schaut man sich solche Bilder von nahem an,
sieht man nur Punkte.

Geht man weiter weg, verschmelzen die einzelnen Farbpunkte zum Bild.

Camille Pissarro ist "kein" klassischer Vertreter des Pointillismus, sondern ein Impressionist.

Aber er hat "auch" pointillistisch gemalt ... dieses Bild z.B.:



Ebenfalls "auch" so hat gemalt hat der Herr Vlaho Bukovac,
doch das Internet liefert leider nur seine "normalen" Bilder.

Das gibt mir die Gelegenheit, mich "den" beiden führenden Vertretern dieser Malrichtung zu widmen.

Zwei Namen, die auch von Euch genannt worden sind: Seurat und Signac.

Zuerst Georges Seurat ... machen wir hier den Pointillismus mal deutlich:

Das sind die einzelnen Punkte ...



... und mehr erkennt man auch nicht.
Wir stehen jetzt ganz nah ... vor einem Unterkiefer.



Hier punktets immer noch stark, aber das Gesicht gewinnt Kontur.

So ...



... sieht man das Bild deutlich.

Und denooch ist auch das nur ein Ausschnitt.
Ein kleiner Ausschnitt ...

... dieses Bildes:



Der Herr rechts ... dem haben wir uns bis auf die Barthaarepunkte genähert.

Der andere Herr, Paul Signac, hat dieses Bild gemalt:



Es gibt noch weitere Künstler, deren Namen nur wenige kennen:

Leon-Louis Dardenne:



Hier gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem oberen und unteren Bildteil:





Ob sieht es "punktiger" aus als unten,
was aber an dem geringeren Farbkontrast der Punkte liegt.

Das war Folge 1 der pointillistischen Bilder,
denn ich habe noch einen Maler gefunden,
der das alles so wunderbar kann, dass ich ihm eine eigene Entdeckungsreise widme.