Das Seelenfärbler-Thema


Eine Seelenfärblerin hat mir gemailt:

Auf die Veröffentlichung in der Rubrik "Seelenfärbler-Thema"
zum Schicksal der kleinen M. gab es so viele gute Wünsche,
Gedanken, Versprechen auf Gebete, dass ich, eine Seelenfärblerin, hier weiter informieren will.

Nach einem Gespräch mit der Mama von M. kann ich, Stand 27. Juni, folgendes berichten:

Seit Mittwochnachmittag sind M. und ihre Mama wieder zuhause,
geplante (!) Verweildauer dort ist auf vierzehn Tage angesetzt.

M. geht es so einigermaßen, im Rahmen dessen, was man nach so einer Chemokeule erwarten kann!
Mundschleimhaut fängt gerade an Probleme zu bereiten,
alles was sie dafür bzw. dagegen machen muss, wie verschiedene Mundspülungen etc.,
ist nicht angenehm, muss aber sein.
Tagesaktuell hat sie eine Bindehautentzündung, also ein kleines Infektionsgeschehen,
aber alles natürlich unter diesen Umständen immer noch das kleine "Plus" obenauf.

Die letzte Chemo war sehr, sehr schwer,
weil eins der gegebenen Medikamente schwere Ängste bei der Kleinen auslöste
und unangenehme neurologische Störungen wie Doppelsehen, Kribbeln in Händen,Füßen.

Der weitere Therapieplan sieht vor:

In vierzehn Tagen der zweite Chemoblock, wie schon der erste mit drei Medikamenten,
wobei das Team der Onkologen in Erwägung zieht, das Medikament,
das die schlimmsten Beschwerden auslöste, ggf. durch ein anderes zu ersetzen.

Dann wieder, wenn Blutwerte gut sein sollten, vierzehn Tage nach Hause
und dann nochmal in dem Schema zwei weitere Chemoblöcke.

Alles immer abhängig von den aktuellen Werten zu jedem Zeitpunkt.

Jetzt bei der Entlassung hatte M. unmittelbar nach dieser "Hammer"-Chemo sehr gute Blutwerte,
mit einem HB z.B. von 10,4.
Das MRT zeigte, das die Chemo Wirkung auf das aktuelle Tumorgeschehen zeigte.

Es gibt dann vonseiten der Ärzte auch noch andere Überlegungen ... im Moment
zielt alles erstmal darauf ab, den Tumor hinter der Blase
kleiner und im Idealfall ganz wegzubekommen.

Alternative wäre eine OP, die die Mama, die selber Krankenschwester ist,
nicht "schrecken" würde, weil die Kleine bis dato die OPs immer relativ gut überstanden hat.
Chemotherapien natürlich vergleichsweise den kleinen Körper bei Weitem mehr fordern.

Zumal man natürlich bedenken muss, dass M. in die erste jetzt erfolgte Chemo
relativ "aufgepäppelt" ging, in dem angedachten 14-14-Tage-Rhythmus werden
die Erholungsphasen nicht so unbedingt Raum zum Aufbauen
der körperlichen und psychischen Kräfte geben.

Das ist also das erste angedachte Szenario vonseiten der Onkologen.

Dann überlegt man, ob man nach den absolvierten Chemoblöcken,
eine Ganzkörperbestrahlung durchführen sollte, um etwaigen versprengten,
unentdeckten Zellen den Garaus zu machen.

Es steht auch im Raum, eine Apherese (Blutwäsche) eventuell durchzuführen.
Das ist aus Laiensicht überraschend und wenn der dazu kurz mit eingefügte wissenschaftliche Text
zu einer Apharese im Kindesalter herangezogen wird, dann erscheint es schon
so etwas wie "ein allerletztes Mittel", aber wie gesagt – Laiensicht!

Alles in allem, egal wie therapiert werden wird/kann, es sind
mit weiteren 6-8 Monaten zu rechnen!
Das ist der "Wahnsinn" und würde bedeuten, dass M. auf bis zu
17/18 Monate ununterbrochener Therapiezeit kommen würde.

Das war, wie eingangs geschrieben, der Stand vom 27.Juni 2020 morgens um zehn Uhr.

Nachmittags kam dann die weitere Nachricht, dass M. und ihre Mama
wieder in die Klinik fahren mussten.
M. hatte Temperatur, die Augen waren zugeschwollen und stark gerötet,
die Mundschleimhaut bereitete mittlerweile große Beschwerden,
sodass das Essen unmöglich und das Trinken nur sehr eingeschränkt
und unter Schmerzen möglich war.

Wie nach so einer Chemotherapie zu erwarten war - die Kleine befindet sich im Zelltief,
aus dem sie nun erstmal wieder "herauskrabbeln" muss.
Sie bekommt "volle Dröhnung" Novalgin und Antibiotika und Virostatika.

Im Moment kann dieser Bericht nur so schließen,
dass natürlich ALLES von dem Körper von M. abhängen wird!
Wird er wieder zu ihrem Freund ... ?
Die Hoffnung wird auch hier zuletzt sterben!
Eine abgedroschene Phrase, aber doch auch immer mit einem hohen Wahrheitsgehalt!

Die Kraft der positiven Gedanken,
dies alles können wir nur von außen auf den Weg bringen,
sie sind aber die nicht zu unterschätzenden Stützen der Kleinen und ihrer Familie!